Wie wird man Polizist? Buchkapitel zur Polizeiausbildung in der Schweiz

Wie wird man Polizist? Die Aus- und Weiterbildung der Polizei hat sich in den letzten fünfzehn Jahren stark gewandelt. Bildungsstätten wurden fusioniert oder neu geschaffen. Ein nationaler Rahmenlehrplan wurde erstellt und der Berufsabschluss «Polizistin/Polizist» erstmals eidgenössisch anerkannt. Gleichzeitig wurden die Lehrinhalte auf das Erlangen umfassender, spezialisierter Handlungskompetenzen für einen zunehmend komplexen und vernetzten Arbeitsbereich ausgerichtet. Dieses Kapitel zeichnet die Geschichte und die jüngsten Entwicklungen der Schweizer Polizeiausbildung nach. Es zeigt auf, dass trotz Harmonisierung und Professionalisierung regionale Unterschiede und bildungspolitische Herausforderungen fortbestehen.


Wildi, Lisa; Hagmann, Jonas (2016). Vom Landjäger zum modernen Ordnungshüter: Die Polizeiausbildung in der Schweiz. In Nünlist, Christian; Thränert, Oliver (eds.). Bulletin zur Schweizer Sicherheitspolitik, pp71-97. Zürich: Center for Security Studies, ETH Zürich. PDF

NZZ Artikel über die Bedrohungsarbeit, nationale und internationale Vernetzung der Sicherheitsbehörden

Ein Forschungsprojekt liefert erstmals umfassende Einblicke in die Schweizer Sicherheitspolitik, wie sie tagtäglich von Praktikern umgesetzt wird. Wer arbeitet heute mit wem wie intensiv zusammen – und zu welchen Gefahren? Die empirische Momentaufnahme zeigt auf, wie sich das sicherheitspolitische Gesamtsystem vom klassischen Fall der militärischen Landesverteidigung entfernte und heute stark auf Gefahren der globalen Mobilität – Migration und Terrorismus insbesondere – fokussiert. Diese Neuausrichtung wird von neuen landesweiten und grenzübergreifenden Kooperationspraktiken begleitet. Dabei zeigt sich im Bereich der inneren Sicherheit eine besonders ausgeprägte Internationalisierung der Sicherheitsarbeit sowohl von Bund als auch Kantonen. Gleichzeitig wandeln sich die Berufsprofile und Karrierewege der im Politikfeld tätigen Praktiker. Internationale Erfahrungen, akademische Ausbildung, militärische Grade und weitere Kompetenzen werden von verschiedenen Teilbereichen des Arbeitsbereichs neu bewertet.

Hagmann, Jonas; Wenger, Andreas; Wildi, Lisa; Davidshofer, Stephan; Tawfik, Amal (2016). Sicherheit als Verbundaufgabe: Veränderte Bedrohungsszenarien stellen den Bund und die Kantone vor grosse Herausforderungen. Neue Zürcher Zeitung 248, 24 October: 12. PDF

C&C piece on the measurement of national security fields (out now)

The emergence of a transnational field of security in Europe constitutes a stimulating new observation to security studies research. However, the operationalization of such research is challenging. Notably, time-consuming data collection and data analysis is required to fully comprehend the complex characteristics and resources of a security field’s manifold actors. Drawing on a research project funded by the Swiss National Science Foundation (SNSF), this article offers a substantive analysis of the contemporary dynamics of the Swiss national security field, and it presents some practical ‘tools’ for researchers interested in producing empirical studies of transnational fields of security in Europe. To do so, the article mobilises multiple correspondence analysis, principal component analysis, network analysis and other statistical or statistics-based methods to assess the europeanisation of the Swiss security field.

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Davidshofer, Stephan; Tawfik, Amal; Hagmann, Jonas (2016). Analyse du champ de la sécurité en Suisse : vers une hypertrophie de la sécurité intérieure et autres réflexions méthodologiques. Cultures & Conflits 102 (2016/2): 59-93. PDF

Pro Helvetia/Swiss Arts Council mandate: How to secure a country

Since winter 2015, I am counselling a Pro Helvetia Förderprojekt in visual arts. The project is developed by photographer Salvatore Vitale, and seeks to capture practices of contemporary national security management in Switzerland. Under the title How to secure a country, he visualises standard operating procedures of national danger management broadly defined – the control of borders, people, goods, urban spaces, mobility and so on. By focusing on manuals for professional security production, and their practical implementation in the field, he lends attention to – and displays in new ways – the difficult and bureaucratic rationalisation of the fluid thing termed ‘(in-)security’.

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For more information and early results of this project, visit Salvatore Vitale’s website or read his interview for American Suburb X.