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Ce que signifie concrètement la politique de sécurité Suisse 

LeTempsLa politique Suisse de sécurité ne se résume pas à ceux qui en écrivent ses rapports. Une analyse du travail au quotidien de ses acteurs, au contact avec les défis sécuritaires de notre temps, permet de brosser le tableau d’un univers de plus en plus interconnecté et en pleine expansion. Un projet de recherche financé par le Fonds national pour la recherche scientifique (FNS) montre qu’en effet, les questions migratoires et de terrorisme constituent aujourd’hui le centre de gravité de la sécurité Suisse, et que ceci fait basculer le champ professionnel et institutionnel vers la gestion de menaces transnationales.

Davidshofer, Stephan; Tawfik, Amal; Wenger, Andreas; Hagmann, Jonas; Wildi, Lisa (2016). Ce que signifie concrètement la politique de sécurité Suisse. Le Temps, 20 December: 10. PDF


Sicherheit als Verbundaufgabe: Bedrohungsarbeit, nationale und internationale Verknüpfungen der eidgenössischen und kantonalen Sicherheitsbehörden

untitledEin Forschungsprojekt liefert erstmals umfassende Einblicke in die Schweizer Sicherheitspolitik, wie sie tagtäglich von Praktikern umgesetzt wird. Wer arbeitet heute mit wem wie intensiv zusammen – und zu welchen Gefahren? Die empirische Momentaufnahme zeigt auf, wie sich das sicherheitspolitische Gesamtsystem vom klassischen Fall der militärischen Landesverteidigung entfernte und heute stark auf Gefahren der globalen Mobilität – Migration und Terrorismus insbesondere – fokussiert. Diese Neuausrichtung wird von neuen landesweiten und grenzübergreifenden Kooperationspraktiken begleitet. Dabei zeigt sich im Bereich der inneren Sicherheit eine besonders ausgeprägte Internationalisierung der Sicherheitsarbeit sowohl von Bund als auch Kantonen. Gleichzeitig wandeln sich die Berufsprofile und Karrierewege der im Politikfeld tätigen Praktiker. Internationale Erfahrungen, akademische Ausbildung, militärische Grade und weitere Kompetenzen werden von verschiedenen Teilbereichen des Arbeitsbereichs neu bewertet.

Hagmann, Jonas; Wenger, Andreas; Wildi, Lisa; Davidshofer, Stephan; Tawfik, Amal (2016). Sicherheit als Verbundaufgabe: Veränderte Bedrohungsszenarien stellen den Bund und die Kantone vor grosse Herausforderungen. Neue Zürcher Zeitung 248, 24 October: 12. PDF


Sicherheitsverbund Schweiz – kein Wundermittel für das Land

untitledDer 2010 geschaffene Sicherheitsverbund Schweiz soll landesweit mehr Effektivität und Effizienz im Bereich der inneren Sicherheit bringen. Doch Koordinationsprobleme zwischen den vielfältigen Akteuren dürften sich dennoch akzentuieren. Denn der Fokus auf das Innere trifft auf alte föderale Probleme; löst verhärtete Fronten rund um die internationale Zusammenarbeit nicht; und riskiert gar selber, bestehende Schnittstellenprobleme zu vertiefen.

Hagmann, Jonas (2013). Sicherheitsverbund Schweiz – kein Wundermittel für das Land. Neue Zürcher Zeitung 251, 29 October: 19. PDF


Sicherheitspolitik: Der Horizont reicht bis zur Grenze

Tagesanzeiger

Der Zürcher Hafenkran soll Hochseestimmung verbreiten. Als Sinnbild ist dies nicht falsch, denn die Schweiz endet lange nicht mehr an der Grenze. Ob chemische Industrie, Bankenwelt, Fussballbranche oder Theater Spektakel – die Schweiz ist international hochgradig vernetzt. Wir produzieren Züge für Norwegen, kaufen Handys aus China, hören Gangsterrap aus den USA und skypen mit Bekannten aus Argentinien. Politisch gesehen aber gibt sich die Schweiz oft als Insel. Gerade wenn es um klassische Politikfelder wie die Sicherheit geht, werden Rhein und Rhone schnell zu festen Trennlinien.

Hagmann, Jonas (2012). Sicherheitspolitik: Der Horizont reicht bis zur Grenze. Tagesanzeiger, 5. September: 9. PDF


Der Westen legt sich die Welt zurecht

FAZ

Die dritte Welt habe nun endlich ihre eigene unüberhörbare Stimme, schrieb Jean-Paul Sartre 1961 in seinem Vorwort zu Frantz Fanons antikolonialer Streitschrift “Die Verdammten dieser Erde”. Und tatsächlich brachten die 60er und 70er Jahre in Europa und Nordamerika eine Pluralisierung der Wissenszugänge zur internationalen Politik mit sich. Alles gut also? Hat sich die Lehre der internationalen Politik nunmehr von der ihr angeboren westlichen Nabelschau emanzipiert? Eine neue Studie zeigt, dass dem leider nicht so ist. Wer eine fortwährende Multiplizierung der Zugänge zur internationalen Politik erwartet, sieht sich heute grundlegend enttäuscht.

Hagmann, Jonas (2011). Der Westen legt sich die Welt zurecht: Das Fach Internationale Politik erscheint als zunehmend engstirniges Denksystem. Frankfurter Allgemeine Zeitung 261, 9 November: N5. PDF


Risikodialog gegen die aussenpolitische Misere 

AZSeilziehen mit den Vereinigten Staaten um die UBS, Steuerstreit mit der OECD/G-20, der Europäischen Union und Deutschland, der Fall Hannibal Gaddafi – ähnlich wie zu Zeiten der Nazigoldaffäre steht die Schweiz aussenpolitisch angeschlagen da und sorgt das Agieren einzelner Bundesräte in der Öffentlichkeit für Ärger. Dies müsste nicht so sein. Denn auch in der Aussen- und Sicherheitspolitik liesse sich das Land besser auf Risiken vorbereiten, nämlich mit Mitteln der Risikokommunikation. Anstatt internationale Themen dogmatisch verklärt anzugehen, liessen sich damit öffentliche Verwirrungen und innenpolitische Vertrauensverluste minimieren und die Strategiefähigkeit der Behörden erhöhen.

Dunn Cavelty, Myriam; Hagmann, Jonas (2009). Die Schweiz muss sich auf Risiken einstellen: Vorgelagerter Risikodialog gegen die aussenpolitische Misere. Aargauer Zeitung 310, 13 November: 2. PDF


Chance für eine zeitgemässe Strategie? 

BAZ

Sicherheitspolitik ist eine komplexe Herausforderung geworden: Auf der einen Seite gilt es, internationale Entwicklungen zu erfassen und Antworten darauf zu finden. Auf der Anderen gilt es, die Meinungsbilder möglichst vieler politischer Lager einzuholen. Denn Sicherheitspolitik soll zunehmend auch aus einem integrativen Prozess hervorgehen. Auf den ersten Blick scheint die aktuelle Überarbeitung des sicherheitspolitischen Berichts diesen Herausforderungen gerecht zu werden. Ob die Sicherheitspolitiker die notwendigen Anpassungen gerade auch auf Seite der Armee wirklich schlüssig durchführen, wird sich jedoch noch zeigen müssen.

Hagmann, Jonas (2009). Die Aufdatierung des Sicherheitsberichts ist gut angelaufen: Chance für eine zeitgemässe und unverklärte Strategie. Basler Zeitung 147, 27 June: 6. PDF


Crise de l’armée? Une politique de sécurité inadaptée

LeTemps

La crise existentielle de l’armée suisse est difficile à ignorer: des soldats sans tâches, des officiers démotivés, une direction critiquée et des projets partisans diamétralement opposés. Toutefois, il serait trop facile de renvoyer la faute aux individuels et certains démérites personnels récents. Ce que nous affrontons, ce ne sont pas (seulement) des problèmes de gestion. La désorientation institutionnelle relève plutôt d’une question plus profonde: quelle est, effectivement, la raison d’être des forces armées? A quels besoins de sécurité répondent-elles aujourd’hui?

Hagmann, Jonas (2008). Crise de l’armée : une politique de sécurité inadaptée ? Le Temps, 4 November: 18. PDF


Expertenansichten zur Konzeption der Schweizer Sicherheitspolitik

untitled

Für die schweizerische Sicherheitspolitik war das Ende des Kalten Kriegs Herausforderung und Chance zugleich. Einerseits erlaubte die einkehrende Stabilität einen sorgloseren Ausblick auf die Zukunft und damit eine Reduktion militärischer Komponenten. Anderseits entfachte der Zerfall des vormals totalen militärischen Bedrohungsbildes aber auch eine schwierige neue Debatte: Denn womit soll sich Sicherheitspolitiküberhaupt überhaupt noch befassen? Für Experten aus Verwaltung und Wissenschaft stellt sich diese Frage jedoch kaum. Denn Experten, das zeigt eine neue Studie, sind sich weitgehend einig, dass Sicherheitspolitik heute thematisch breit und transnational definiert werden muss. Damit ist ihrer Ansicht nach – und entgegen einer gängigen Darstellung in den eidgenössischen Räten – auch die internationale Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich zwingend.

Hagmann, Jonas (2008). Eine umfassende Sicherheitsdebatte ist unerlässlich: Expertenbefragung zur operationellen Ausformung der schweizerischen Sicherheitspolitik. Neue Zürcher Zeitung 247, 22 October: 18. PDF