Wie sensibilisiert sind Schweizer Polizeikorps für Fälle von Radikalisierung in den eigenen Reihen? Wie ordnen sie die Thematik ein und welche präventiven Massnahmen setzen sie um? Meine Kollegin Silvia Staubli und ich haben untersucht, wie die Ergebnisse eines früheren Forschungsprojekts zum Thema “Radikalisierung im Schweizer Polizeiwesen” von den Korps aufgenommen wurden und welche Sensibilisierungseffekte sich dabei zeigten. Die Nachbefragungen zeigen, dass das Bewusstsein für die Problematik vorhanden ist, zugleich aber unterschiedliche Einschätzungen zu Umfang und Dringlichkeit bestehen. Auch wurden weiterführende Präventionsmassnahmen zum Zeitpunkt der Nachbefragungen erst begrenzt angestossen und dies aus unterschiedlichen Gründen. Die Erkenntnisse unterstreichen die Bedeutung einer offenen Organisationskultur, klarer Meldewege sowie gezielter Aus- und Weiterbildung, um Radikalisierungsprozesse innerhalb von Sicherheitsbehörden frühzeitig zu erkennen und ihnen vorzubeugen.
Staubli, Silvia; Hagmann, Jonas (2026). Sensibilisierung zum Thema Radikalisierung im Schweizer Polizeiwesen: Diskussion der Erkenntnisse mit Fachpersonen und Polizeileitungen. Kriminalistik 10/2026: 566-571. PDF





















It is widely known that national security fields changed considerably in the last decades. Different from the late Cold War years, when they focused on military threats, were closely orchestrated by Defence Ministries and contained few international contacts, national security ‘systems’ today handle wide sets of dangers, draw on complex casts of actors across levels of government, and often maintain working relations with multiple foreign partners. This comprehensive reconfiguration of national security fields is a central theme to security scholars and policymakers alike – but also difficult to pin down for methodological reasons. Written documentation on security agencies does not give precise indication of actual everyday inter-agency work practices, and assessments of nationwide security work across functions and levels of government are challenging by sheer questions of size. Adopting a practice-oriented approach to security research, this article draws on an unparalleled nationwide data collection effort to differentiate and map-out the Swiss security field’s programmatic and institutional evolution.

















