Polizeiliche Rapportierungspraxis im Kontext höherer analytischer Ansprüche (neuer Zeitschriftenbeitrag)

Die digitale Transformation von Polizeiarbeit und das Erstarken höherer analytischer Ansprüche an Daten verändern die polizeilichen Wissens- und Handlungspraktiken. Doch wie tun sie dies genau? Basierend auf qualitativer Feldforschung in einem Schweizer Polizeikorps zeichnen Matthias Leese und ich nach, wie herkömmliche polizeiliche Rapportierungspraktiken unter dem zunehmenden Druck der differenzierten analytischen Aufbereitung polizeilicher Daten neu konfiguriert werden. Die Analyse zeigt dabei, wie Frontkräfte die neu gestellten Ansprüche an die Datengenerierung im Feld navigieren und wie die beobachteten Rapportierungspraktiken zu einer Neubewertung von Polizeiarbeit zwischen den Polen „Handwerk“ und „Wissenschaft“ führen.

Hagmann, Jonas; Leese, Matthias (2024). Vom Sachverhalt zum Datengehalt: Polizeiliche Rapportierungspraxis zwischen Einzelfall und Aggregatebene. Kriminologisches Journal 56(3): 177-194. PDF